Entwicklung und Investition in Triscans Gasfederproduktion

Seit mehr als 6 Jahren ist Triscan Mitinhaber einer Gasfederfabrik in Lettland. Sowohl der Umsatz als auch die Anzahl der Mitarbeiter sind im Laufe der Jahre stetig gestiegen und die Einführung neuer Produktionstechnologien sowie die Entwicklung einer neuen Gasfeder lassen uns mit Zuversicht in die Zukunft blicken. Lesen Sie hier mehr über diese neuen Initiativen.

Im Streben nach Wettbewerbsfähigkeit sind Preis und Qualität wichtige Parameter. Insbesondere bei der Produktion im Westen der Welt, wo Arbeitskraft im Vergleich sehr teuer ist, ist es um wettbewerbsfähig zu bleiben eine Notwendigkeit geworden, manuelle Prozesse zu automatisieren. Wie gewöhnlich ist es auch hier der Fall, dass Qualitätsverbesserungen und Automatisierung Hand in Hand gehen. Eine der jüngsten Initiativen in der Produktion zielt darauf ab, die Sammlung der Stempel der Gasfedern zu automatisieren. Dies ist einer der komplizierteren und zeitaufwändigeren Prozesse, da er insgesamt 9 Arbeitsgänge beinhaltet. Unsere neue Produktionslinie kann 600 Stück / Stunde produzieren, was bisher zwei Mannstunden erforderte. Um die Qualität vollständig zu sichern, wird eine visuelle Qualitätskontrolle aller Gasfedern durchgeführt. Ist der Kolben nicht korrekt zusammengebaut, wird die Maschine umgehend gestoppt. Wir waren gespannt zu sehen, ob die nach dem Ende des zweiten Quartals 2018 in Betrieb genommene neue Montagelinie für Stempel die Erwartungen erfüllen würde – wir sind froh herausgefunden zu haben, dass sie das tut. Hier können Sie sich ein Video über den verbesserten Sammlungsprozesses der Stempel ansehen.​

Die neue Produktionslinie für die Montage des Gasfederstempels

Das Lackieren ist ein weiterer Produktionsprozess, dessen Optimierung in kürze ansteht. Zum einen ist eine größere Produktionskapazität benötigt, und teilweise hat die Entwicklung neuer Technologien es uns ermöglicht, zeiteffizienter als auch qualitativ hochwertiger zu arbeiten. Unsere neue hochmoderne Anlage, der deutschen Dürr Systems AG, im Wert von über 800.000 Euro, wird im dritten Quartal von 2018 in Betrieb genommen. Dabei handelt es sich um eine Anlage für Zweikomponenten-Nasslackierung mit Wasserlack. Mit der neuen Anlage steigt die Kapazität von 0,8 Mio. Stück / Jahr im Dreischichtbetrieb auf 2,25 Mio. Stück / Jahr. Dadurch kann das Werk nun auf ein Zwei-Schichtsystem umstellen. 

Neben der Optimierung der Produktionsprozesse halten wir auch ein kritisches Auge offen, um eventuelle Verbesserungsmöglichkeiten in der Konstruktion von Gasfedern zu erkennen und durchsetzen zu können. Ein Beispiel dafür ist unsere eigene "innere Feder"-Gasfeder, die wir entwickelt haben, weil sich die OE-Lösung als nicht optimal herausgestellt hat - und weil durch die Verbesserungen auch noch einen Produktions- und Preisvorteil heraussprang. In der ursprünglichen Version, die eine "äußere Feder" hat, ist eine Feder auf dem Zylinder der Gasfeder platziert. Diese Art von Gasfeder wird in Fällen verwendet, in denen ein zusätzlicher Druck beim Start der Gasfeder erforderlich ist. Bei unserer neuen Lösung ist es uns gelungen, die gleiche Eigenschaft mit einer Feder zu erreichen, die sich im Zylinder der Gasfeder befindet. Ein weiterer Vorteil unserer Lösung ist, dass die Gasfeder im Gegensatz zur Originalversion leicht zu reinigen ist.

Triscans Gasfeder bei der sich die Feder im Zylinder der Gasfeder befindet

Triscans "innere Feder"-Gasfeder - für Mercedes Benz W251

Triscans "äußere Feder"-Gasfeder - für Mercedes Benz W251